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* * * Reiseberichte aus aller Welt * * *

Reisebericht Zypern

Nun  sind wir auf der „Sonneninsel der Aphrodite“ und vermissen vor allem die Sonne.
Die Temperaturen sind grausig, zwischen 8 und 20 Grad am Tag, und das Motofahren zu den Highlights der Insel ist manchmal fast eine Härteübung.
Aber nun der Reihe nach:
Am 2. Weihnachtsfeiertag zogen wir nach Süden und am 27. 12. fuhren wir mit dem Dampfer der Anek-Line nach Patras. Auf dem Schiff erreichte uns die Nachricht, dass Ninne, der Hund von Angelika, wegen einer schweren Krankheit eingeschläfert werden musste. Die  Traurigkeit unserer ganzen Familie darüber war riesengross und dauert immer noch an.


In Patras trafen wir uns mit unseren Freunden Elisabeth und Dieter und so gings zusammen weiter nach Elea am Pelepones. Hier erwischten wir die schönsten Tage, am 31. Dezember baden im 16 Grad warmen Mittelmeer, T-Shirt und Short waren zum Jahreswechsel angesagt, einfach toll.
Nach ein paar Tagen gings weiter Richtung Nordosten, der Küste entlang über Thermophilis, dort noch schnell die Glieder im warmen Wasser auflockern,
dann nach Thesaloniki und weiter über Alexdandria zur türkischen Grenze.

Kurzer Übersetzhüpfer in Canakkale über die Dardanellen und weiter auf geschichtlich interessantem Territorium (Troya, Efesus, Pamukkale, Bergamon) nach Antalya.
Vor Alanya noch eine kurze Pause und als  dann das Wetter schlecht wurde fuhren wir weiter an der türkischen Kueste entlang. Hier geht’s langsam voran, jede Bucht wird ausgefahren bis nach Tasuco, dem Ort wo das Schiff nach Zypern ablegt.

Im Ort bekommen wir die Tickets für die Fähre und nachts um 2 Uhr fährt der „Seelenverkauefer“ los und erreicht 8 Stunden später den Hafen von Girne in Nord-Zypern. Polizei, Zoll und Autoversicherung sind schnell  abgehakt  und dann geht’s zuerst durch  Girne, die Verkehrsdichte und den Linksverkehr waren wir von der Türkei her nicht  gewohnt. Wir fahren Richtung Westen, der Verkehr ist ausserhalb der Ortschaften gleich null und bleiben bei einer Ferienanlage ein paar Tage am Meer . Hier treffen wir auch den bisher einzigen Camper aus Ostdeutschland, der ohne richtige Unterlagen und mit einer schlechten Karte hier in Nordzypern unterwegs ist und auch nicht weis wie man in den Süden kommt!

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In Soli besichtigen wir die Ausgrabung, wo die 1. Basilika auf Zypern stand sowie ein Theater. In Guezelyourt steht die Basilika des Hl. Mama, dem Schutzheiligen der Steuerhinterzieher(!) mit einem Ikonen-Museum, eine sehr schöne, gut erhaltene Anlage.
Den ganzen Tag irrer Regen. Wir bleiben auf der hochgelegenen Umgehungsstrasse bei einem Supermarktparkplatz. Nachts um 24 Uhr grosses Geschrei draussen, Hochwasser hat die Stadt überflutet. Die Strassen sind gesperrt, wir stehen auf einer Insel. Viele bringen hier ihre Autos in Sicherheit.  Früh, der Regen hat zum Glück aufgehoert, kommen wir, viele Umleitungen fahrend, aus der Stadt heraus. Guetzelyourt hat es voll erwischt, in einigen Gebäuden lief das Wasser rein, Autos wurden weggeschwemmt und liegen total verschlammt und quer rum. Wir waren froh, dass wir einen guten Platz hatten und nun die Stadt ohne Schrammen verlassen konnten.

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Es geht nach Nikosia und weiter über einen Checkpoint nach Süd-Zypern, das ja zur EU gehört und auch den Euro als Zahlungsmittel hat. Der Norden hat türkische Lira.
Im Süden bleiben wir zwischen Limassol und Larnaka an der Gouvenors-Beach auf einem Campingplatz. Die Entfernungen hier auf der Insel sind nicht gross  und so können wir mit dem Moto die Gegend erkunden.

Die Touren führen uns nach Limasoll zum Kastell und in die verwinkelten Strassen der Altstadt. In den Bergen besichtigen wir das Wachsfiguren Kabinett in Skarinou, fahren nach Pano Lafkara (einen geschichtstraechtigen Ort), hier kommen jede Menge Busse rauf.
Wir fahren nach Neolithe Village, eine Anlage mit Rundhäusern aus der Jungsteinzeit, 9.000 bis 4.000 vor Chr., in Chorokoitia.

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Gestern machten wir eine Tour in die Berge auf 900 m, es war super, die Nebenstrassen sind fast nicht befahren und wir kurven mit den Motorrädern durch die kleinen Orte und die Berge, es macht richtig Spass, nur wird es auch empfindlich kalt dort oben und wir sind dann wieder froh, wenn wir zuhause bei unseren Wohnmobilen sind. Die Landschaft hier ist ein Traum  und wir hoffen, dass wir noch viele sommerliche Tage hier haben und alles richtig geniessen können.
So das soll es sein für heute, in ein paar Tagen verlegen wir unseren Stützpunkt in die Nähe von Larnaka und wollen die Ecke um Famagusta unsicher machen.
Herzliche Grüße von der Sonneninsel
Marianne und Anatol

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Zypern Erzählungen: Götter, Gräber und Belehrte

In Anlehnung an den oben genannten bekannten Titel sind wir die „Belehrten“, denn z. B. ist Marianne immer mit 3 verschiedenen Reiseführern beschäftigt um die schönsten und wichtigsten Hyghlights von Zypern anzusteuern.
Auch ist Kartenlesen und Punktefinden wieder ein Thema, wie in alten Zeiten, nix mit Navi einschalten – Hausnummer eingeben – und los geht’s!

Zu den Göttern: Aphrodite, die Göttin der Liebe, die am Felsen der Aphrodite geboren aus dem Schaum, der sich an den Genitalien von Uranus gesammelt hat und hier angetrieben wurde!
Aber hallo!!!, das muss einem erst einmal einfallen!!!

Auch fuhren wir mit den Motos quer durch die Halbinsel Akamas, ein fünfstündiger heißer Ritt über schwierige Piste, an der Küste und durch die Berge, bis zum Bad der Aphrodite und ihrem Liebesbrunnen!!


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Die Gräber und Kirchen, ich glaube wir haben die Anzahl der Kirchen, die wir in
Südamerika besichtigt haben, fast erreicht.  Vom 13. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit sind die griechisch-orthodoxen Kirchen mit ihren herrlichen Ikonen aber auch sehr sehenswert.
Die Königsgräber von Pafos sind die größte Anlage dieser Art und die Ausgrabungen sehr gut für uns Touris hergerichtet.
Aber auch die kleinen Gräber, z.B. Temessos haben es in sich.
Felsenkirchen, Theater und sonstige Ausgrabungsstätten in großer Zahl werden mit viel Liebe und Aufwand für das Publikum erschlossen und die Eintrittspreise von 1,70 € sind moderat.
In einem Bergdorf im Troodos-Gebirge besichtigten wir das Geburtshaus (die Lebensumstände der Hirtenfamilie waren mehr als ärmlich) von Erzbischof Makarius, des 1. großen Staatslenkers von Zypern.

Es sind sehr wenige Wohnmobiltouristen unterwegs, aber so Mitte Februar trafen wir Sabine und Rolf jetzt schon zum 3. mal, einmal Südamerika, einmal Marokko und jetzt hier, man sieht wie klein die Welt ist.
Das Wetter, am 1. Februar hat jemand den Schalter umgelegt, ab da Sonne und warm. Am 20. Februar wurde die Badesaison eroffnet, Wasser 17.5, Luft 20 Grad.

Ihr seht also, uns geht es bestens, Mitte März fahren wir mit dem Seelenverkäufer wieder zurück in die Türkei und dann langsam nach Hause, so dass wir gegen Mitte April daheim sind.

Bis dann grüssen Euch herzlich
Marianne und Anatol

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Standplätze in Zypern (mit GPS-Koordinaten)

Nord-westl Kap, KORMAKITIS bei einer Feriensiedlung, ganz ok
N: 35°23.210  E: 32° 57.849

HAUPTZOLLAMT in Nikosia
N: 35°12.722 E: 33°20.985

Camping GOVERNORS BEACH. Autobahnausfahrt Gov-Beach
N:34°43.122 E: 33°20.985
( 10,--€)

Neubauparkplatz bei LIOPETRI-Beach
N: 34°58.342  E: 33°53.621

Restorant ST. THEKLA-Beach, bei Agia Nappa, am Strand
N: 34°58.744 E: 33°55.849
( 10,--€)

Parkplatz bei KOLOSSI Ausgrabung, Nahe Limassol
N: 34°39.862 E: 32°56.074

Camping bei CORAL-Beach, nahe Parfos
N: 34°51.134 E: 32°22.750
(11,-€ ohne Strom)

MELINDA-Beach Restorant, 6 km östl von PISSURI
Ruhiger und einsamer Strand, super!!
N: 34° 39.350 E:32°45.479


KOCAREIS-Karavan Camping
Gleich bei den Ausgrabungen von SALAMIS
N: 35°11.982 E: 33°53.827

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Zypern - Einreise

Fähre Tasuco – Girne
Von Alanya  (Von Norden kommend) am Ortseingang von Tasuco 1. Abfahrt nach rechts (bevor Strasse 4-spurig geteilt wird)  zum Personenfährhafen.
Ca. 300 m auf der linken Seite Ticketverkaufsschalter, Ticket fuer hin und Rückfahrt Wohnmobil 300 TL = ca. 150,--  € , Personen 100 TL = ca. 50,--€ wieder rauf auf die grosse Durchgangsstrasse durch die Stadt, ca. 1 km nach Sueden dann am Schild „ Limani“ (Hafen) ca. 1,5 km zum Autofährhafen.
Das Schiff soll um 24 Uhr abfahren, ab 20 Uhr ist das Tor geöffnet, zuerst
Ausreisetax 2 P 1 WoMo = 20,-- €, dann zur Anlegestelle, ab 22 Uhr sind die
Bueros zur Ausreise geöffnet,
1.    Polizei, sucht uns im Computer,
2.    Zoll trägt Auto aus dem Pass aus,
3.    ?? sucht Auto und Moto im Computer
4.    ?? kontrolliert alles, sucht und findet uns im Computer und haut die Stempel rein
Das zieht sich so hin bis ca. 23.30 Uhr, dann geht’s auf den Seelenverkäufer!.
Um 2 Uhr geht es endlich los, wir schaukeln nach Zypern (Strom gibt es nicht,
aber man kann im WoMo schlafen).

Einreise  im Hafen von Girne:
1.    Polizei,
2.    KFZ-Versicherung (WoMo 3 Monate = 175 TL = ca. 85,-- €
3.    Zoll, Einfuhrzettel für 1 Monat für WoMo und Moto, mehr als 1 Monat
dürfen Zollaussenstellen nicht geben (bis 6 Monate beim Hauptzollamt
in Nikosia (Lefkosia)   (GPS: N:35° 12.722 E:33° 20.985).
Fertig
 
Zypern
Green-Line –Grenze
Grenzübergang Nikosia-Kerina    Richtung Zentrum fahren  bei einem
grossen Rundell ist Kerina nach Westen ausgeschildert, diesen folgen
Uns nahm der türk. Zoll das Einfuhrpapier ab.
Auf der griechischen Seite stellte der Zoll ein Papier für 2 Monate für unsere Fahrzeuge aus.
Rückreise:
Griechen winken uns durch, der türk Zoll gibt das alte Papier nicht zurück und stellt ein neues aus, wieder 1 Monat gültig

Wir überquerten nochmals die Greenline im Osten bei Bostance , die Überfahrt
war ähnlich, man kann also auch hier ohne Probleme durchfahren.

Grenze bei Nicosia: wie gehabt, Griechen winken durch, Türken, Polizei Stempel, Zoll stellt grünen Zettel KFZ Einfuhr für 1 Monat aus.

Ausreise ZYPERN: Ticket am Hafen für diesen Tag besorgen, ( Hafen-Tax für 2 Personen 67,-TL = 34,-€), Polizei Stempel (n Hafen-Tax WoMo 12,-TL = 6,-€) Zoll macht Probleme da Moto nicht im grünen Zettel steht, 1/2 Std dann ok.

Einreise TÜRKEI: Ein Zollassistent geht mit uns die 6 !! Stationen durch,
1.    Polizei, 2. Zoll, 3.Kontrolle, 4.Chef, 5. Hafen-Tax 55,-TL = 28,-€,6. Kontrolle bei Hafenausfahrt.
2.    Es ging aber schnell, keine Stunde und wir waren fertig.