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* * * Reiseberichte aus aller Welt * * *

Zur Zeit sind wir in Springbock, der ersten größeren Stadt in Südafrika und genießen es, dass es u. a. wieder Campingplätze mit Grasflächen gibt.

Aber zurück zur Einreise in Namibia, die mit einer Wellblech-Schotterpiste begann:
Das muss aber nicht verwundern, Namibia ist ein Wüstenland und hat halt nur 5.000 km Teerstraße und 35.000 km Schotterpisten, die durch die schwarze Regierung auch nicht sonderlich gepflegt werden.

So hoppeln wir zu den Popa-Fälle und an den Okavango-Fluss.

Weiter durch den Caprivi bis Rundu. Hier sieht man auf der anderen Seite des Okavango den angolanischen Grenzort, Calei. Es herrscht reges Treiben zwischen den Grenzen.

 

Man hat den Eindruck dass der Norden von Namibia von der Zentralregierung vergessen wurde. Viele Einheimische leben in ärmlichen Rundhütten und die Kinder betteln (das gab es seit Malawi nicht mehr).

Über Tsumep, wo wir ein paar Tage auf unserem schönsten Campingplatz in Namibia Pause machten, geht es weiter in die heiße Etosha-Pfanne.
Wir fahren das Camp Namutoni an, das ein schön restauriertes Fort der ehemaligen kaiserlichen Schutztruppe hat. Von dessen Turm gibt es einen herrlichen Rundblick und man sieht viele Tiere.

Auch beim nachts beleuchteten Wasserloch verbringen wir einige Zeit und sehen Tiere.

Jetzt geht es Richtung Süden und in Okahandja treffen wir unsere Freunde Susi und Sepp und es wird 2 Tage durchgeratscht. Für uns geht es runter nach Swakopmund und die Besichtigung der Stadt, in der noch deutscher Ursprung zu finden ist, macht Spaß.

Auch Walfis-Bay, nur 30 km entfernt, die Straße dorthin seitlich durch hohe Sanddünen eingerahmt, wird besichtigt. Hier fallen besonders die vielen Flamingos ins Auge.


Nach diesem 600 km Abstecher ans Meer fahren wir nach Windhoek. Hier rufen wir einen Kameraden aus meiner ehemaligen Bundeswehreinheit an, der seit seiner Pensionierung in Windhoek lebt. 15 Minuten später war unser Freund Peter Nitzold am Campingplatz und es geht zur Begrüßung in seine Stammkneipe. Hier ist alles Deutsch, wir kommen uns vor wie in einem “Hamburger Kneipenviertel“! Es war sehr lustig und interessant!

Am nächsten Tag gehen wir das Problem des Radwechsels nochmal in einem großen Tyre-Shop an. Ganz vorsichtig lassen sich per Hand alle Radmuttern lösen (Ihr erinnert Euch an die abgebrochenen) und ohne Probleme können alle getauscht werden. 3 Monteure arbeiten 30 Min, Preis: Das kostet nichts, wir haben ja keine Maschinen gebraucht! Die Firma gehört keinem Deutschen sondern einem Schwarzen!
Mit einem Trinkgeld verabschieden wir uns und können es immer noch nicht glauben, auch Peter war überrascht!

Anschließend gehen wir mit Peter und seiner Mutter, die im Zentrum von Windhoek im Altersheim lebt, essen. Eine sehr agile ältere Dame mit 81 Jahren, zu der wir später noch einmal kommen.

Tags darauf zeigt uns Peter die Stadt, Helden-Acker auf 2000 m Höhe mit gutem Blick auf die Stadt der 77 Hügel.

Es war ein sehr schöner Tag im grünen Ort, wie die Einheimischen sagen.
Und Dir Peter, noch einmal herzlichen Dank.

Von Windhoek geht es weiter nach Süden, wie immer durch die braune, zum Teil mit niedrigen Büschen bewachsene Wüste mit einigen Stopps über Mariental und Aus nach Lüderitz.

 

10 Km vorher besichtigen wir das Geisterdorf Kolmanskop. Das kleine Minendorf wird zum Teil für Filmaufnahmen hergenommen und an ansonsten langsam vom Sand zugeweht.

Lüderitz, wieder ein bisschen Deutsch, ganz nett, aber sehr windig. Bemerkenswert ist die Felsenkirche, leider wird gerade die Spitze erneuert, das Gereke-Haus, die Waterfront und der windumtoste Campingplatz auf der Haifisch-Halbinsel.

Ab hier geht es weiter nach Süden und nach einem Stopp sind wir am Oranje-Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika.

So liebe Freunde, das war unser Bericht von Namibia, wo ca. 85 % der Touristen Deutsche sind, die mit gemieteten Womos, 4 x4 Jeeps mit Dachzelt oder mit Bussen 14 Tage durch die Wüste brettern.

Es grüßen Euch

die Habels mit Blechschachtl

aus Afrika