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* * * Reiseberichte aus aller Welt * * *

Nach Schweden

Los gings in Farchant am 29. Juli 2016. Wir fuhren bis nach Bad Salzschlirf bei Fulda, wo wir auf einem kostenlosen Stellplatz schön übernachten konnten.
In den nächsten beiden Tagen gings dann an die Nordseeküste bei Husum und weiter an die dänische Grenze nach Leck.
Am Montag, den 01. August fuhren wir zunächst durch Dänemark und setzten dann in knapp 4-stündiger Fahrt mit der Fähre vom dänischen Grenaa ins schwedische Varberg über. Ankunft in Varberg so gegen 17:00 Uhr, wir suchten uns nach diesem langen Tag einen Platz zum Übernachten. Diesen fanden wir auf einem kleinen Parkplatz östlich von Varberg bei Dagsas.


Durch Schweden

Weiter gings in den nächsten Tagen durch Schweden. Wir fanden immer tolle, kostenlose Übernachtungsplätze. Sehr gut gefallen hat uns auch die Infrastruktur für Wohnmobilisten: Es gibt an den Hauptverbindungsstraßen viele (kostenlose) Entsorgungsstationen. Auch Frischwasser steht hier meist zur Verfügung. Je weiter wir in den Norden kommen, desto weniger wird der Verkehr. Zunächst gehts quer durchs Land von Varberg über Boras und Mariestad bis kurz vor Västeras, wo wir an einem alten Kanal sehr schön übernachten. Dann fahren wir weiter zur E4 nach Gävle und folgen der E4 am Meer entlang über Umea und Lulea bis zur Grenzstad Haparando.

Finnland, Polakreis und Rentiere

Die Grenze nach Finnland überqueren wir in Haparando und gelangen ins finnische Tornio. Nach kurzer Fahrt wird der Polarkreis bei Rovaniemi überquert. Bemerkenswert ist hier die Außentemperatur: 30 Grad. Wir laufen in T-Shirt und kurzer Hose herum. Den Polarkreis hätten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Hier soll ja auch der Weihnachtsmann wohnen, also schauen wir uns dass "Dorf" des Weihnachtsmanns an.
Kurz drauf sehen wir dann auch unsere ersten Rentiere über die Straße laufen. Große Sensation, natürlich halten wir sofort an und machen Fotos.
Übernachten können wir sehr ruhig auf dem Parkplatz eines Skigebietes bei Saariselka.
Weiter gehts dann zum Inari-See, hier regnet es allerdings und wir machen nur kurz Pause. Den letzten Stellplatz vor dem Nordkap finden wir bei der Straße Nummer 92 kurz vor der norwegischen Grenze.

 

08.08.2016: Ankunft am Nordkap

Nach 10 Tagen haben wir es dann geschafft. Wir erreichen das Nordkap auf der Insel Mageroya. Zur Insel führt ein 4,5 km langer Tunnel, der an seiner tiefsten Stelle 200 Meter unter der Meeresoberfläche verläuft. Es geht zuerst steil hinunter und dann wieder steil rauf. Beeindruckend!
Ebenfalls überrascht sind wir von der Vielzahl an unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln, die uns alle auf der Straße zum Nordkap begegnen. Wir sehen natürlich ganz klassisch Wohnmobile und Autos, aber auch Motorräder, Radfahrer, eine Frau auf einem Tretroller sowie einige italienische Ape.
Kurz vor dem Parkplatz bezahlen wir den "Eintritt" zum Nordkap, insgesamt für uns Drei 60 € für 24 Stunden. Das Wetter ist windig und regnerisch, als wir zum ersten Mal auf die Klippe zur stilisierten Weltkugel vorgehen. Wir besichtigen die Nordkaphallen und warten dann auf den Sonnenuntergang. Am Abend wird das Wetter schöner, die Wolken reißen auf und die Stimmung ist schon sehr besonders. Die Sonne geht um 22:41 unter und bereits um 2:04 Uhr wieder auf, dunkel wird es hier um diese Jahreszeit noch nicht. Viele Menschen beobachten den Sonnenuntergang, es ist ganz schön eng auf der Klippe.
Am nächsten Morgen stehen wir um halb acht bei strahlendem Sonnenschein auf und haben das Nordkap fast für uns allein. Die obligatorischen Fotos an der Weltkugel werden gemacht und wir wandern noch etwas umher.