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Istanbul - Farchant

Nachdem Angelika beruflich nach Istanbul reisen musste, entschlossen wir uns, die Reise mit dem Motorrad zu machen. Für die Hinreise benutzten wir aus Zeitgründen die Fähre Venendig - Patras, die Rückreise ging auf dem Landweg über Türkei - Griechenland - Mazedonien - Serbien - Montenegro - Kroatien - Slowenien - Italien.

Farchant - Venedig - Griechenland

Los gings früh um 07:00 Uhr, wir erreichten Venedig ohne Probleme gegen 15:00 Uhr nachmittags. Der Check-In auf die Fähre verlief problemlos, das Motorrad wurde mit Spanngurten an einem Geländer zusätzlich gegen Umfallen gesichert.
Um 17:00 Uhr gings dann los, spektakulär ist die Fahrt durch Venedig vorbei am Markusplatz und dem Canale Grande.

Am Abend des nächsten Tages erreichten wir Igoumenitsa in Griechenland und frühmorgens um 06:00 Uhr unser Ziel Patras.
Nach dem Ausschiffen begannen wir unsere Fahrt, die uns an diesem Tag bis kurz vor Thessaloniki führen sollte.
Zunächst über die Rion-Antirion-Brücke, wo uns sehr starker, böiger Wind ordentlich durchrüttelte.

Gott sei Dank war der Wind auf dem Land nicht mehr stark, sodass wir auf sehr schönen, wenig befahrenen Straßen schnell über Itea nach Larissa kamen. Weiter gings nach Elassona und dann in Sichtweite des Olymps nach Katerini. Die erste Übernachtung wollten wir am Meer verbringen und fanden ein günstiges Hotel in Olympia Beach.

 

Thessaloniki - Istanbul

Am nächsten Tag gings weiter über Thessaloniki und dann südlich der Europastrasse 90 über Apollonia und Rentina an die Ägäis.

Weiter auf landschaftlich sehr schönen Strecken im Hinterland bis nach Kavala. Nachdem wir den Nestos-Fluss überquert hatten, machten wir einen Abstecher an den landschaftlich sehr reizvollen Vistonida-See.

Auf kleinen, unbefahrenen Straßen gings weiter nach Maronia. Von dort war eine geschotterte Straße entlang der Küste bis Alexandropouli eingezeichnet. Es war dann auch das erste Highlight der Tour, die enge Straße führte durch das antike Ismara, eine schon längst nicht mehr existierende Stadt. Allerdings waren immer wieder Hinweistafeln auf die ehemaligen Gebäude der Stadt aufgestellt.

Nach der Übernachtung in Alexandropouli gings dann am nächsten Tag nach Istanbul. Der Grenzübertritt in die Türkei ging relativ problemlos, der erste Eindruck der Türkei war dann bei Ipsala ein Einkaufszentrum mit einem Burger-King. Weiter über Kadiköy nach Tekirdag und dann durch viel Verkehr bis Istanbul.

 

 

 

 

Istanbul - Kastoria-See

Nach 6 Tagen Istanbul gings dann richtig los:
Die erste Etappe ging wieder bis Alexandropouli, allerdings übernachteten wir östlich der lauten Stadt in Monastiraki in einer sehr ruhigen, idyllisch gelegenen Feriensiedlung.

Weiter gings am nächsten Tag nach Xanthi und von dort nach Imera. Hier hat man auf 800m Höhe eine tolle Aussicht über die tief eingeschnittenen Nestos-Schlucht. Auf einem steilen Weg mit grobem Schotter fuhren wir weiter nach Stavropouli und Paranesti.

Am nächsten Tag gings dann weiter den Nestos entlang bis Drama und von dort nach Alistrati, wo wir eine sehr eindrucksvolle Tropfsteinhöhle besichtigten. Wir fuhren dann noch bis Serres, eine relativ große Stadt, die allerdings nur wenige Hotels hat.

Unser letzter Reisetag in Griechenland führte uns nördlich an Thessaloniki vorbei nach Edessa. Hier gibt es einen beeindruckenden Wasserfall mitten in der Stadt. Aufgrund des Feiertages 1. Mai besuchten auch viele Griechen diesen Ort.

Weiter auf fast leeren Straßen fuhren wir dann an den Kastoria-See und übernachteten in Kastoria. Der See liegt in einer schönen Gegend und man kann viele Tiere beobachten.

 

 

 

 

 

 

Kastoria-See - Mazedonien

Am nächsten Tag gings über Florina in die F.Y.R.O.M (Former Yugoslaw Republic of Macedonia) nach Bitola. Der Grenzübertritt war völlig problemlos, Stempel in den Reisepass und weiter gings. Leider wurde das Wetter schlecht und bis Ohrid am gleichnamigen See regnete es ununterbrochen. Dort angekommen klarte es etwas auf und wir konnten trockenen Fußes die Stadt am wunderschönen Ohrid-See besichtigen.
Die nächste Etappe führte uns zunächst nach Struga und dann entlang der albanischen Grenze in einem Flußtal nach Debar. Dort gings in den Mavrovo-Nationalpark und an den Mavrovo-See. Leider begann es wieder zu regnen, sodass wir uns nicht allzulange an dem 1200m hoch gelegenen See aufhalten konnten.
Runter gings dann über Gostiva, Tetovo vorbei an Skopje nach Kumanovo und von dort nach Serbien. Der eigentlich kürzere Weg durch den Kosovo war durch die damaligen Streitigkeiten mit Serbien über die Unabhängigkeit des Landes nicht möglich.

Serbien - Bucht von Kotor

Der Grenzübertritt nach Serbien gestaltete sich ebenfalls unkompliziert und wir fuhren über Leskovac nach Nis. In Nis gönnten wir uns eine Nacht im BestWestern-Hotel. Da auf dem Zimmer auch WLAN-Zugang möglich war, konnten wir uns über die Wetteraussichten der nächsten Tage informieren. Danach sollte es nur noch einen Tag regnen und dann schön werden.

Also fuhren wir am nächsten Tag über Krusevac und Kraljevo nach Novi Pazar. Entsprechend dem Wetterbericht regnete es wieder und wir fuhren auf nasser Straße in den Abgasen unzähliger LKW's Richtung Montenegro. Nach Novi Pazar wurde zumindest der Verkehr geringer und die Landschaft wieder schöner und wir erreichten schließlich Montenegro. Am Grenzübergang fand ein Zöllner es ganz lustig, mit einem Luftgewehr auf Autos zu schiessen, uns hat er Gott sei Dank verschont. Wir übernachteten in Berane auf knapp 700m Höhe.

Weiter gings dann bei schönem Wetter in den Durmitor-Nationalpark. Wir fuhren durch die Tara-Schlucht, die auch der "Grand-Canyon Europas" genannt wird. Sehr beeindruckend, zwischen den steil aufragenden Wänden fast am Talgrund am Fluß entlang zu fahren. Am Ende der Schlucht dann steil bergauf nach Zabljak auf 1500m Höhe und auf einer kleinen Nebenstrasse wieder runter richtig Richtung Niksic. Von dort erst westlich entlang einer wunderschönen Seenplatte und dann runter nach Kotor an der gleichnamigen Bucht.

Auf den Lovcen

Dort blieben wir für einen Tag, da wir auf den Lovcen fahren wollten. Sehr imposant, wie die Straße von 0m auf 1700m steil empor führt. Unterwegs gab es immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die tief unten gelegene Bucht von Kotor.
Über Cetinje wieder an die Küste bei Sveti Stefan und zurück nach Tivat.

 

 

Kroatien

Am nächsten Morgen gings dann weiter entlang der Küste nach Herceg Novi und Kroatien. Wir fuhren immer die seheswerte Küstenstraße entlang, vorbei an Dubrovnik bis Makarska, wo wir direkt am Hafen übernachten konnten.
Weiter gings dann über Split, Sibenik und Zadar auf die Halbinsel Vir. Unterwegs sah man immer wieder zerbombte Häuser aus dem Bürgerkrieg sowie auch Warnungen vor Minenfeldern. Ein erschütternder Anblick in dieser sonst so wunderschönen Gegend. Auf der Halbinsel Vir fanden wir ein Hotel direkt am Strand, auch Baden war möglich.
Die Küstenstraße führte uns weiter vorbei an den Inseln Rab und Krk nach Rijeka und dann nach Rovinj auf der Halbinsel Pula.

Über Italien nach Farchant

Nach einem guten Abendessen und einer letzten Nacht in Kroatien gings weiter nach Italien über Triest nach Bassano del Grappa.

Dort blieben wir nochmals 2 Nächte und unternahmen am nächsten Tag ohne Gepäck noch eine Geländetour auf der Hochfläche von Asiago. Hier gibt es rund um den Monte Ortigara viele ehemalige Militärstraßen, die heute noch legal befahren werden dürfen.

Nach einer Abschiedspizza in Bassano und einem Prosecco auf der Ponte degli Alpini gings dann über das Valsugana und Bozen wieder nach Hause nach Farchant.